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Die Folgen der boesartigen ZDF Reportage

sind nicht abzusehen. Mein Mann, der fuer eine deutsche Firma in China arbeitet, hat mir erzaehlt, dass seine chinesischen Kunden ihm gesagt haben, dass sie keine deutschen Produkte mehr kaufen wollen und mit den Deutschen ueberhaupt nichts mehr zu tun haben wollen.

Ausserdem habe ich heute umgekehrt einen Bericht ueber das deutsche Schulsystem in unserer Tageszeitung gelesen, der offensichtlich so eine Art Revanche darstellen soll. Aber wir Deutschen in China haben nach so einer ZDF Reportage keine Moeglichkeit mehr, uns umgekehrt zu beschweren, wenn sich die Chinesen lustig ueber uns machen oder die Tatsachen verzerren.

Ich hoffe, dass in Zukunft die Deutschen fremde Kulturen und Laender genauso hochachten und respektieren, wie sie ja selber auch respektiert werden wollen.

Wer mehr ueber den Skandal wissen moechte, kann auch hier klicken

oder hier auch ein interessanter Beitrag zum Thema, den ich eben gerade erst gefunden habe.

Auch ich wusste uebrigens bis vor etwa zehn Minuten noch nicht, dass es sich bei der ZDF Reportage um eine Satire handelte. Und trotzdem: Spaesse kann man nur mit Menschen machen, die diese Spaesse auch als Spaesse empfinden. Es ist sehr kontraproduktiv die sowieso schon auf beiden Seiten mit Vorurteilen belasteten Beziehungen zwischen Chinesen und Deutschen auf diese Weise noch mehr zu belasten. Leider koennen sich die Deutschen (als Nation und im nationalen Fernsehen!!) derartige Satire Sendungen nicht leisten, da sie ja auch im “Normalleben” oft nicht anders sind und ausser platte Vorurteile eh nicht viel ueber China und andere Laender wissen .

Posted in Auslaender, China spezial, Deutsche in Shanghai, Konflikte, Kulturunterschiede, Politik, Uncategorized.

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3 Responses

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  1. noir.desir. says

    Weil die Chinesen keine Kritik vertragen können, soll in Deutschland keine Kritik mehr an China geübt werden? Genau andersrum ist’s: Gerade WEIL Chinesen auf so etwas mit gekränkter Eitelkeit reagieren, muss immer und immer wieder verbal draufgehauen werden. Es gibt genug Kritikwürdiges, und das darf und wird weiterhin kritisiert werden.

    Erklären Sie mir: Wie kann man sich allen Ernstes mehr über deutsche Kritik an Menschenrechtsverletzungen aufregen als über die Menschenrechtsverletzungen selbst? Macht das schmutzige Geld, was Sie und/oder Ihr Mann in China verdienen so blind?

    Übrigens: Wieso schickt man aus China Menschen zur Buchmesse nach Deutschland, die kein Deutsch können? Nur deshalb konnten diese Gestalten so vorgeführt werden.

  2. admin says

    ich finde, man sollte immer erstmal vor seiner eigenen Haustuer kehren, bevor man ueber andere Leute und Laender laestert. Es geht hier ja nicht um berechtigte Kritik, sondern um die uebliche blindwuetiige und pauschale Diskriminierung. Derartige Sendungen helfen doch ueberhaupt nicht in China irgendetwas zu verbessern, deswegen sollte man sie lassen….

    Ich uebe lieber dort Kritik, wo sie sinnvoll ist: also in China kritisiere ich die Chinesen und in Deutschland kritisiere ich die Deutschen. Oder faendest Du es richtig, wenn ich in China ueber die Deutschen laestern wuerde? - na also…..

  3. Waldherr Electronics Company Ltd. says

    In der Bundesrepublik Deutschland gibt es für jeden die Möglichkeit gegen solcherlei Negativ-Präsentation vorzugehen: z.B. gem. allgemeinem Persönlichkeitsrecht (Art 2, Abs. 1 GG) - welches im Falle einer sog. “Schmähkritik” - den Paragraphen zur Meinungsfreiheit (Art. 5. Abs. 1 GG) und Kunstfreiheit (Art. 5 Abs. 3 GG) übergeordnet ausgelegt wird.

    Hierzu nahm auch das Bundesverfassungsgericht Stellung: BVerfGE NJW 1991, 95–97 = BVerfGE 82, 272–285.

    Bedauerlicherweise fehlt es (und das gilt unabhängig von Herkunft und aktuellem Wohnort) den meisten Menschen auf diesem Planeten am nötigen Gespür in Sachen “wie sag ich’s dem Nachbarn”.

    Daher kann ich nur jedem “daheim gebliebenen” an’s Herz legen: tauschen Sie wenigstens 1x im Leben den Ballermann gegen einen 4-wöchigen Urlaub in einem asiatischen Fernreiseziel. Denn nur so gewinnt man (wenigstens oberflächliche) „vor Ort“ Ansichten - von Einsichten, gar Erkenntnissen - ist man dann aber immer noch weit entfernt. Denn diese gibt’s nur (wenn überhaupt) bei mehrjährigem Aufenthalt in eben diesem (Fernreise-)Land.

    Nur dann, wird man den Unterschied zwischen Kritik am System und Schmähkritik am zur Schau gestellten Volk verstehen. Da dies im ZDF Beitrag nicht zweifelsfrei klargestellt wurde, kam es in Folge wohl zur Erklärung des Intendanten.

    In diesem Sinne, noch einen schönen Nachmittag Fr. Scheuffele :-)
    Helmut Waldherr



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